Rheinauer und Brühler Sozialdemokraten "im Grenzgebiet" unterwegs

Veröffentlicht am 03.04.2009 in Kommunalpolitik

Zufrieden zeigten sich die Brühl-Rohrhofer und die Rheinauer Sozialdemokraten bei ihrer gemeinsamen Begehung des Neubaugebiets "Seestadt Rheinau Süd" an der Gemarkungsgrenze zwischen Brühl und Mannheim. Investor Uwe Riffel hatte nach der Begrüßung durch Bezirksbeiratssprecher Kurt Kubinski (Rheinau) und SPD-Vorsitzenden Hans Zelt (Brühl) die Ausmaße und die Grenzen des gerade entstehenden Wohngebiets erläutert, das aus Mehrfamilienhäusern und Reihenhäusern besteht, die sich in Höhe und Massivität jedoch positiv von den Bauten auf der gegenüberliegenden Seite der Rohrhofer Straße in Rheinau unterscheiden.

Dennoch will ich diese Bauten aus den 90er Jahren als Wohnungsnot herrschte, nicht schlechtreden", beeilte sich Riffel hinzuzufügen. In jedem Fall würden die Gebäude zum See hin niedriger. Im Moment verhandle man über die Energieversorgung der "Seestadt". Fernwärme biete sich ebenso an wie ein Gasanschluss für ein Blockheizkraftwerk oder eine Holzpellet-Heizanlage. Schließlich nannte Riffel den Zeitplan: mit den Erschließungsmaßnahmen, die jetzt voll im Gange seien, wolle man im Sommer fertig sein, um dann sofort in den Hochbau einsteigen zu könne. Er rechnete damit, dass man noch 2010 die ersten Neubürger in Rheinau Süd begrüßen könne. Laut Riffel gäbe es bereits 120 Interessenten für die Immobilien. Für Peter Lindenberger, der die Wasserski-Anlage plus Umgebungsgelände erworben hat, ist es wichtig, dass in jedem Kaufvertrag für die "Seestadt"-Grundstücke stehe, dass es diese Freizeitanlage am See gebe, die einen gewissen Lärm verursache. Lindenberger zeigte die Grenzen "seines" Areals im Gelände auf, welches in Richtung Brühl insbesondere für Parkplätze genutzt werde. In jedem Fall möchte Lindenberger dafür sorgen, dass weniger Verunreinigungen bzw. Müllablagerungen in dem Bereich vorkommen, indem er das Gebiet mittels Schranken von der Kreisstraße abtrennt. Der Rheinauer SPD Vorsitzende und Kandidat für den Stadtrat, Kurt Kubinski, fügte hinzu, dass man auch weiterhin die von den anwesenden Vertretern der Bürgerinitiative Rheinauer See geäußerten Anregungen mitnehme. Kubinski verwies auch darauf, dass man für Rheinau-Süd in den letzten Jahren viel erreicht habe. Zusammen mit der BASF Siedlergemeinschaft wurde der Marktplatz umgestaltet, auf den Einsatz der SPD hin wurden nun Laternen dort aufgestellt. Besonders hervorheben wollte der SPD Vorsitzende auch die Maßnahme aus dem Mannheimer Konjunkturprogramm, welche nun dafür sorgen wird, dass die Gerhart-Hauptmann-Schule saniert werden könne. Alles in allem zog Kubinski ein positives Fazit bezüglich der Zusammenarbeit mit der Firma Riffel und konnte der Brühler Gemeinderatskandidatin Heike Knapp nur zustimmen, als diese äußerte, dass das Neubaugebiet sehr attraktiv liege und die Neu-Bewohner sicherlich auch die Infrastruktur von Brühl und Rohrhof nutzen würden.