Wenig Schatten, viel Licht bei den Brühl-Rohrhofer Sozialdemokraten

Veröffentlicht am 22.04.2015 in Kommunalpolitik

Mit der gewonnenen Bürgermeisterwahl, den meisten Stimmen bei der Kreistagswahl, einem verbesserten Europawahlergebnis und dem zweitbesten Ergebnis bei der Gemeinderatswahl zog Vorsitzender Hans Zelt eine Erfolgsbilanz für die Brühl-Rohrhofer Sozialdemokraten in Brühl und Rohrhof, „und das trotz scharfen Gegenwinds aus vielen Richtungen“.

Zum „Schatten“ gehöre der Verlust von ein paar Prozenten und eines Sitzes bei der Gemeinderatswahl, aber auch, daß dieser Sitz wegen des neuen Auszählungsverfahrens verloren worden sei. „Und den Weihnachtsmarkt mußten wir wegen Mangel an Ausstellern absagen“, ergänzte Zelt die Schattenseiten.

In der politischen Sacharbeit scheine das Geothermie-Thema festge­fahren und der Streit um die Ge­meinschaftsschule in Brühl schade der Realschule, deren An­meldungen jetzt schon zurückgingen, während in Ketsch eine von allen (!) Seiten gewünschte Gemeinschaftsschule an den Start gehe. Trotz alledem entwickle sich Brühl sehr positiv, war er sich mit Fraktionsvorsitzendem Roland Schnepf, der später berichtete, einig.

Zu den „hellen“ Seiten gehören für Zelt etwa der 61,3 Prozent – Sieg des SPD-Bürgermeisters gegen einen starken Herausforderer und gegen eine starke Bürgerinitiative, etwa das wiederum beste Stimmenergebnis bei der Kreistagswahl in Brühl, und „wir können auch aus der Gemeinderatswahl lernen“. Da der Verlust des Sitzes nur knapp war, laute die Devise, daß mit mehr Einsatz und vor allem mit mehr Geschlossenheit beim nächstenmal wieder mehr möglich ist. Dafür sollen die 22 Gemeinderatskandidatinnen und –kandidaten stärker eingebunden werden, denn die Partei sei sehr einig und es bestehe keinerlei Kluft mehr zwischen Partei und Fraktion.

„Und auch unser Gänsweidfest ist 2014 gut über die Bühne gegangen“, so Zelt weiter, „denn bei schönem Wetter ist dies eine geniale Veran­staltung, die auch immer eine Plattform ist für Gespräche“, lud er wieder zum helfen am 17. Mai ein ... Auch beim Kinderferienprogramm der Gemeinde habe die SPD mitgewirkt und fuhr wieder zum klettern. Das sei eine der beliebtesten Veranstaltungen des ganzen Programms.

Sein Wunsch war, daß endlich die Sozialdemokraten, die wegen der Schröder´schen Agenda die Partei verlassen hätten, zurückkehren: „Bei der Agenda gab es mit dem Mindestlohn und der „Rente nach 45 Beitragsjahren“ wichtige Korrekturen“, so der seit zehn Jahren amtierende und später einstimmig wiedergewählte SPD-Vorsitzende.

Sein Appell ging auch an die Anwesenden: „Alleine kann ich nichts bewegen und für mich alleine brauche ich dies auch nicht“, dankte er am Ende allen, die schon mitgeholfen haben.

Unter der Leitung von Roland Schnepf wurden in geheimer Einzelplatzwahl neben dem Vorsitzenden der junge Hendrik Sessler zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Rüdiger F. Lorbeer bleibt Schriftführer und Dimitrios Grigorakis Kassierer. Die Beisitzer heißen Gabriele Rösch, Werner Langner und Eric Kornmüller. Kassenrevisoren bleiben Gerd Müller und Hans Hufnagel. Als Delegierte für den SPD-Kreisparteitag wurden Ralf Göck, Gerd Müller und Hendrik Sessler gewählt, Hans Zelt und Jürgen Meyer sind Ersatzkandidaten.

Zwischen den Wahlgängen berichtete Daniel Born über seine Wahlkampfvorbereitungen für die Landtagswahl. Unterstützung erhielt Born von Ralf Göck, „denn die neue Landesregierung behandelt die Gemeinden besser als die vorige“. Fraktionsvorsitzender Roland Schnepf stellte die erfolgreiche Mitgestaltung der SPD Gemeinde­ratsfraktion bei den Top-Projekten in Brühl von dem Betreuten Wohnen in der Hauptstraße über den Neubau eines Gemeindewohnhauses bis hin zum Sportpark Süd vor. Kreisrat Ralf Göck berichtete über die gute Finanzsituation, und interessante Neuigkeiten von der in diesem Jahr zehn Jahre alten Metropolregion Rhein-Neckar. Auf Anregung von Rüdiger Lorbeer wird Göck, der stellvertretender Vorsitzender des Planungsausschusses ist, im Herbst eine Veranstaltung dazu in Brühl organisieren.

 

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