Sozialdemokraten starteten mit Glühwein ins Jubiläumsjahr

Veröffentlicht am 04.01.2009 in Kommunalpolitik

Auch Temperaturen um den Gefrierpunkt haben die Brühl-Rohrhofer Sozialdemokraten nicht davon abgehalten öffentlich in ihr Jubiläumsjahr zu starten. Ganz in die Nähe des Gründungs-Lokals "Germania" luden Sie am Samstag zum Auftakt ihres 100. Geburtstages zu einer Tasse Glühwein oder heißem (alkoholfreiem) Punsch ein. Und so kamen auf dem Messplatz Mitglieder und Freunde der Partei um ihren Vorsitzenden Hans Zelt und seinen Stellvertreter Klaus Bess, aber auch Mitbürger, die sich für die örtliche Partei-Geschichte interessieren mit den Aktiven aus Partei und Gemeinderatsfraktion um Bürgermeister und Kreisrat Dr. Ralf Göck sowie Bürgermeister-Stellvertreter Hans Hufnagel ins Gespräch.

1909 - zu Zeiten des Großherzogs von Baden, Friedrich II., wurde die SPD Brühl von einem aus Mannheim nach Brühl gekommenen Sozialdemokraten namens Schneider "organisiert", denn Sozialdemokraten gab es in Brühl und Rohrhof schon früher, laut mündlicher Überlieferung waren diese in Mannheim organisiert. Genau könne man dies allerdings nicht nachvollziehen, denn 1933 wurde das Archiv zusammen mit dem anderen Eigentum der Sozialdemokraten beschlagnahmt und ist seit dieser Zeit verschollen. Den Gründungstag wisse man deshalb nicht mehr genau, wohl aber das Gründungslokal "Germania", das heute unter dem Namen "Alter Bahnhof" bekannt ist. Dessen Leerstand brachte den Vorsitzenden Hans Zelt zurück zur aktuellen Politik. Die vielen leerstehenden bzw. "umfunktionierten" oder gar abgebrochenen Wirtschaften in Brühl, aber auch in der Nachbarschaft geben zu denken, fielen dort doch auch immer wieder Nebenzimmer für die Vereine und für "Gesellschaften" weg. Auch hier müsse man wohl in Zukunft ein Auge auf die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung haben, so Zelt, der sich darüber freute, wie es mit der Ansiedlung des "Lidl" in Brühl und "Plus" in Rohrhof auf dem Lebensmittelsektor in Brühl gelungen sei. Seine spontane Idee, dass die Gemeinde den "Alten Bahnhof" für "Betreutes Wohnen" oder ein Mehrgenerationenhaus erwirbt, um mit dem "Germania"-Saal einen "Treffpunkt" für die Bewohner aber auch für die Öffentlichkeit im Ortskern zu schaffen, wird vielleicht sogar einmal im Gemeinderat diskutiert.