Internet-Vorbild sind Japan und Südkorea – Born informiert sich über Einführung des Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetzes

Veröffentlicht am 15.06.2018 in Wahlkreis

von links: Peter Mülbaier (AVR), Thomas Heusel, Daniel Born MdL, Jens Rüttinger, Werner Riek, Werner Kerschgens

Die Zielmarke der kommunalen Neugründung war vor drei Jahren hoch angesetzt: Jedes Gebäude im Rhein-Neckar-Kreis soll einen eigenen Glasfaseranschluss erhalten.

Hockenheim/Oftersheim. Möglich macht das der Zweckverband High-Speed-Netz des Rhein-Neckar-Kreises. Der hiesige Landtagsabgeordnete Daniel Born hat sich beim Zweckverband mit Namen fibernet in Sinsheim nach dem Stand der Umsetzung informiert.

Der Anschluss an das schnelle Internet ist zentral für Zukunft und Zuhause – öffentliche und private Dienstleister, Schulen, Unternehmen und auch die Privathaushalte brauchen einen schnellen Zugang ins Netz. Da will ich nachhaken: was da ist, was kommt, wann es kommt und woran es liegt, wenn es länger dauert." so der SPD-Politiker, der als Wohnungs- und Bildungspolitiker im Landtag auch immer wieder unmittelbar an den Themen Digitalisierung und Internet-Infrastruktur arbeitet. Für Born ist die Internet-Infrastruktur ein Thema, in dem Kommune, Land und Bund ganz konkret zusammenarbeiten müssen. Begleitet wurde er darum von Vertretern der SPD Oftersheim.

„Ende 2018 steht der Backbone und damit das Kernstück des Netzes“, war die deutliche Zusage von Peter Mülbaier, Geschäftsführer der AVR UmweltService und damit der geschäftsführenden Gesellschaft des Zweckverbands in Richtung Daniel Born und den Kommunalpolitikern. „Wir richten durchgängig eine Glasfaserversorgung ein mit Übertragungsraten, wie sie in Japan und Südkorea schon üblich sind, und wir wollen sie hier in jede Gemeinde bringen. Aber das ist ein Projekt über 20 Jahre.“

Dass dabei unter den 54 Gemeinden und 75 Gewerbegebieten des Kreises Prioritäten gesetzt werden, kommt auch beim Landtagsabgeordneten an: „Kommunalpolitiker und Gewerbetreibende merken, dass es nicht so schnell voran geht, wie sie es erwarten“, fasst er die Anfragen zusammen, die ihn erreichen. Aber sie wollen klare zeitliche Perspektiven, auf die man sich verlassen kann und fortschreitendes Handeln." so Born.

Auch in Oftersheim richten sich die Erwartungen weniger allein an das Tempo der Umsetzung als an zeitliche Zusagen. Einzelne Gewerbebetriebe sehen ohne Planungshorizont den Bedarf kostspieliger Zwischenlösungen. Nach Auskunft des Zweckverbands endet derzeit in Oftersheim der eingerichtete Backbone an der Brücke zur Hardtwaldsiedlung über die B 291. „Ab diesem Punkt sind die Kommunen gefragt. Sie müssen im Ort die Weiterverteilung des Glasfasernetzes organisieren.“ so Mülbaier. Für den wichtigen Zwischenschritt der kommunalen Feinplanung gibt es die Zusage, dass diese bis Herbst 2018 für alle Kommunen des Kreises abgeschlossen sein wird.

Dass die Versorgung mit einer langfristig zukunftsfähigen Technik in öffentlicher Hand liegt, sieht Daniel Born als große Chance: „Wenn wir im Rhein-Neckar-Kreis mit unserer Mischung aus Ballungsgebiet und ländlichem Raum schnellste Übertragungsraten des Internets für alle hinbekommen, dann sind wir Vorbild für die Versorgung in ganz Baden-Württemberg.“ Ziel ist nämlich auch, dass Gebiete von einem High-Speed-Anschluss profitieren, die für kommerzielle Anbieter unrentabel sind.

Für den Oftersheimer SPD-Fraktionssprecher Jens Rüttinger sind die Hintergrundinformationen zum Stand des Ausbaus und der Arbeitsteilung zwischen Zweckverband und Kommunen wichtig: „Im Gemeinderat sind wir immer wieder auf sachkundige und verlässliche Informationen angewiesen, auch um auf Nachfragen unser Gewerbetreibenden und Bürger antworten zu können.

 

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