Besuch der Kreistagsfraktion bei der KLIBA

Veröffentlicht am 01.05.2025 in Kreistagsfraktion

Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich am 30. April 2025 bei der KLIBA (Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Rhein-Neckar-Kreis gGmbH) zur Fraktionssitzung und zu einem Informationsaustausch getroffen.

Dr. Klaus Kessler, Geschäftsführer der KLIBA begrüßte und gab eine kurze Einführung in die seit 1997 arbeitende unabhängige Energieagentur.  Der Rhein-Neckar-Kreis ist 2012 der KLIBA beigetreten und fördert u.a. die Beratungen in den Kommunen.

 

Die Beratungsstellen in den Kommunen werden sehr gut angenommen und die 26 Köpfe der KLIBA, verteilt auf 17 Vollzeitstellen leisten durchschnittlich zwischen 2500 und 3500 individuelle Beratungen in den Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises pro Jahr. Interessant war für die Fraktionsmitglieder zu erfahren, dass politische Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene oder auch energiepolitische Lagen wie die Gasmangellage im Jahr         2022 durchaus Einfluß auf die Nachfrage nach Beratung haben. Die KLIBA bildet also eine wichtige Schnittstelle zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und Förderung der Erneuerbaren Energien, z.B. mit dem Photovoltaik Netzwerk Rhein-Neckar.

Dr. Kessler berichtete von Präsenzvernetzungstreffen mit kommunalen Klimamanager einmal im Quartal, die vor allem dabei unterstützen Best Practice-Beispiele weiter zu tragen.

Hausinterne Evaluierungen alle 4 bis 5 Jahre der KLIBA stellen Fragen zur Qualität und zu Auswirkungen der Beratungen, sprich, welche Maßnahmen im Anschluss an die Beratungen tatsächlich umgesetzt wurden. Mit einer Rücklaufquote von 15% zeigte sich Dr. Kessler sehrt zufrieden und konnte berichten, dass jede Beratung im Schnitt einen Invest von ca. 15 ka€ auslöse. Geld, was dem Klima zugute kommt und die ansässige Wirtschaft ebenfalls fördere, waren sich der Fraktionsvorsitzende Dr. Ralf Göck und die Sprecherin im Umweltausschuss, Dr. Andrea Schröder-Ritzrau, einig.

Gerne Namen die Fraktionsmitglieder mit auch in ihren Kommunen die zufriedenen Kunde der KLIBA aufzurufen auch als Beispiel für Best Practice zu fungieren und ihre Erfahrungen z.B. in einem Interview für die KLIBA Zeitung zu teilen.

Ein weiteres wichtiges Thema, dass angesprochen wurde, sind die vielfältigen Fortbildung und Projekte der KLIBA mit Schulen. Dies sei stark gewachsen und wichtiger Bestandteil der umweltgerechten Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen.

Die KLIBA hat über das Photovoltaik Netzwerk Rhein-Neckar kommunale „Kümmerer“ installiert und auch am Thema Mieterstrommodelle sei man dran, wenn auch die Etablierung rechtlich noch recht komplex sei.

Selbstverständlich durfte bei dem kurzen Überblick zu den vielfältigen Tätigkeiten der KLIBA die Beratungen in der Kommunalen Wärmeplanung nicht fehlen. Hier nahmen wir den Aufruf mit in den Kommunen, die die Wärmeplanung bereits auf den Weg gebracht haben auch für die  Umsetzung von Machbarkeitststudien zu werben.

Natürlich ist auch die KLIBA von den Auswirkungen der engen finanziellen Spielräume der Kommunen betroffe. Zwar läuft die Finanzierung des Rhein-Neckar-Kreis weiter aber die „Sondervereinbarungen“ durch einzelne Kommunen sind gerade sehr zögerlich.

Die SPD-Fraktion bedankte sich sehr herzlich für den informativen Austausch und stellt nochmals die Wichtigkeit der KLIBA heraus. Klima- und Umweltschutz ist nicht etwas, was man sich in guten Zeiten leisten kann, sondern wichtig um unsere Existenzgrundlagen zu schützten. Die ist in unserem Augen Pflichtaufgabe.

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